Archiv für Mai 2012

EXKLUSIVE WOLFTAPE-REMIXES!

Mein Kollege LeijiONE hat für mich zwei fette Remixes vom Wolftape gemacht.
Vielen Dank noch mal an dieser Stelle!!! XVX

Zieht es Euch rein!

Feuersturm (Remix)
http://www.youtube.com/watch?v=0HsXClq7AHk&list=UU7pdhQJvZLSy6QAkuD2X5BQ&index=1&feature=plcp

Militanz (Remix)
http://www.youtube.com/watch?v=HmqaVajMWkQ&list=UU7pdhQJvZLSy6QAkuD2X5BQ&index=2&feature=plcp

Free Download:
http://www.mediafire.com/?f6mc3suqlnanct3

Zusammenfassung

Hier noch mal eine gute Zusammenfassungen aller Stellungnahmen und der Vorkommnisse etc.:
http://www.doggennetz.de/index.php?option=com_content&view=article&id=796%3Aaua620-demo-bremen-security-des-deutschen-tierschutzbundes-geht-gegen-tierbefreier-vor&catid=35%3Aaua&Itemid=53
P.S. 4Paws für mehr Radikalisierung!

4Paws‘ Stellungnahme zum „Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ vom 28.4.2012

Liebe Tierbefreier_innen und Zuhörer_innen,

im Folgenden möchte ich, als Musiker 4Paws, Stellung zu den Vorkommnissen am 28.4.2012 auf dem „Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ beziehen.

Ich empfehle zur ergänzenden Ausseinandersetzung, die Stellungnahme der „Tierbefreiung Hamburg“:
http://www.tierbefreiung-hamburg.org/archives/1232
Und den offenen Brief der „Tierbefreiung Hamburg“, bezüglich der Teilnahme von Wolfgang Apel:
http://www.tierbefreiung-hamburg.org/archives/1203

Darauf wird von mir als erstes eingegangen.

So sehr ich die Notwendigkeit eines Tages zur Abschaffung der Tierversuche sehe und es schätze, dass es Ärzte gibt, die Stellung gegen Vivisektion und andere Folter-Praktiken an Tieren beziehen, war ich im Vorfeld der Veranstaltung kritisch eingestellt.

Grund dafür war nicht nur, dass ich mit einem reformistischen, „single-issue“ Tierschutz wenig anfangen kann… auch die Teilnahme von einem gewissen Wolfgang Apel („Ehrenpräsident“ des Deutschen „Tierschutz“bundes und zugleich Vorstandsvorsitzender von „Neuland Fleisch“ -> shame on you) führte dazu, dass ich im Vorfeld Stellung bezogen habe und den kritischen, offenen Brief der „Tierbefreiung Hamburg“ an meine Kontaktperson von den Ärzten gegen Tierversuche weiterleitete. Ich bekam darauf hin folgendes (allen Anschein nach vorgefertigtes) Statement:

Zitat Anfang:

„Es gibt eine Reihe von Gründen, die uns dazu veranlasst haben, Wolfgang Apel und den DTB einzuladen:
- Es gibt mittlerweile zahlreiche Veranstaltungen, bei denen der Veganismus im Vordergrund steht (VSD, Vegan Life, VeganMania, Meatout). Auch diverse jährlich stattfindende Tierrechtsdemos haben sich etabliert (z.B. Frankfurt pelzfrei). Beides ist erfreulich und gut und wichtig. Tierversuche sind bei diesen Veranstaltungen allerdings kaum ein Thema. Der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche (früher „Tag des Versuchstiers“) ist der einzige Tag im Jahr, wo explizit auf das Leid der Tiere in den Labors und den wissenschaftlichen Unsinn der Tierversuche aufmerksam gemacht werden soll. Tierversuche sind also das Hauptthema der Veranstaltung inkl. der Kundgebung. Wenn man nur das Thema Tierversuche betrachtet, kann man nichts Negatives über den DTB sagen. Er ist genauso aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen gegen alle Tierversuche wie wir. Herr Apel hat zugesagt, sich nur zu Tierversuchen/Affenversuchen zu äußern. Die Position des DTB/Apel zum Thema „Nutz“tiere ist in der Tat kritisch zu sehen, aber das ist an diesem Tag nicht das Thema.
- Unser Verein ist weder ein Tierschutz- noch ein Tierrechtsverein, sondern eben ein Tierversuchsgegnerverein. Die Fokussierung auf dieses eine Thema bedeutet nicht, dass uns das Leid anderer Tiere egal ist, sondern wir sind der Überzeugung, dass die Spezialisierung gerade bei diesem schwierigen Thema wichtig ist, um fundiert argumentieren zu können. Als spezialisierter Verein und von unserer Satzung her gibt es bei uns zu den anderen Tierrechtsthemen keine offizielle Position. Insofern ist eine Zusammenarbeit mit dem DTB/Apel für unseren Verein möglich, solange sich auf das Thema Tierversuche beschränkt wird. So sind wir ja z.B. zusammen mit dem DTB bei der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) und die Zusammenarbeit dort klappt gut.
-  Dass die Genehmigungsbehörde in Bremen die Genehmigung für die Fortführung der qualvollen Affenversuche verweigert hat, ist ein Meilenstein. Der DTB bzw. Herr Apel hatten einen maßgeblichen Anteil daran. DTB/Apel bei einer Demo gegen Tierversuche in Bremen zu ignorieren, wäre für unseren Verein, gerade auch in Hinblick auf unsere punktuelle Zusammenarbeit mit dem DTB, nicht möglich gewesen. 
- Wir kommen mit allen Vereinen und Gruppen der gesamten Tierschutz- und Tierrechtsszene gut aus. Auf unseren Veranstaltungen laden wir entsprechend das gesamte Spektrum der Szene ein (einzige Ausnahme ist das UL). Der gemeinsame Nenner ist dabei die Ablehnung der Tierversuche. Wir sind der Meinung, dass diese offene Vielfalt die „Normalbürger“ auf der Straße eher anspricht, als eine Abgrenzung auf das eigene kleine perfekte Grüppchen. Die Vielfalt darf aber nicht so weit gehen, dass Tierleid in irgendeiner Form propagiert wird. So ist eine Bedingung für die Anmeldung eines Standes im Anmeldeformular vermerkt: „Es dürfen keine Infos oder Verkaufsartikel angeboten werden, in denen die Ausbeutung von Tieren gutgeheißen wird, z.B. „artgerechte“ Nutztierhaltung, Biomilch, Eier aus Freilandhaltung usw.““
Zitat Ende

Das die Ärzte gegen Tierversuche Wolfgang Apel, trotz unserer berechtigter Kritik an ihm und seinen beschämenden Tätigkeiten gegen die Tiere eine Bühne gaben und in ihren Reihen mitlaufen liessen, hat mich enttäuscht, aber nicht weiter überrascht.

So weit so gut, ich bezog auf der Bühne Stellung gegen Wolfgang Apel. Leider waren da noch keine Demo-Teilnehmer_innen eingetroffen und ein Feedback war kaum bis gar nicht vorhanden.

Nach meinem 3. Lied war mein Set auch schon verfrüht vorbei (anscheinend aufgrund Zeitmangel). Der Demozug war eingetroffen und die Securities von einer Firma namens „IQ“, durch den „Tierschutz“bund angeheuert, bezogen vor der Bühne schon Stellung.

Wolfgang Apel trat auf die Bühne. Was nun passierte war höchst beschämend:

Kaum war ich von der Bühne, bemerkte ich eine Rangelei vor der Bühne. Ich eilte dazu. Ein Genosse wurde von einem Anhänger des „Tierschutz“bundes gewaltsam zur Seite gezerrt, ca. 15 (!) Securities bezogen Stellung und hielten tatkräftig friedliche Tierbefreiungaktivist_innen davon ab ihre Kritik an Wolfgang Apel durch Schilder kundzutun. Es gab weitere Übergriffe von „Tierschutz“bund-Anhängern, Schilder wurden entrissen, ein Aktivist wurde von einer älteren Dame mit einem Stock geschlagen und wir wurden ständig provoziert. Nach einiger Zeit trafen die Bullen ein und positionierten sich hinter (!) den Securities um uns weiter von der Bühne abzuschirmen. Wir mussten uns gegenseitig schützen, einige Leute solidarisierten sich mit uns, doch die praktische Solidarität lies zu wünschen übrig. Schade!

- Was taten die Ärzte gegen Tierversuche gegen die Übergriffe? Garnichts! Wolfgang Apel defamierte uns von der Bühne aus und die Ärzte gegen Tierversuche taten nichts um die Übergriffe zu stoppen.

- Der Tierbefreiungsblock wurde während der Demonstration von den oben erwähnten „IQ“ Securities ohne Erlaubnis abgefilmt.

- Bei den Zwischenstationen vor Tierausbeutungsgeschäften, hielt der Tierbefreiungsblock inne, der von Tierschützer_innen dominierte Teil der Demo ging einfach weiter.

Ist es ein Zufall, das meine kurze, wenn auch kritische Präsenz auf der Bühne, weder in Fotos, Videos noch Texten im Rückblick dokumentiert ist?

Auch wenn die Demonstration kämpferisch war, die Sponti erfolgreich und ich ein positives Feedback von Menschen bekam, werfen diese Vorkommnisse einen dunklen Schatten auf den 28.4.2012, auf den sog. „Tag zur Abschaffung der Tierversuche“.

Ich frage den „Tierschutz“bund und die Ärzte gegen Tierversuche:
Wo bleibt die Empathie gegen über „Nutztieren“?
Wo bleibt die Empathie gegen über Uns, Euren Mitmenschen?

Eure Gewalt und Euer Wegschauen ist nicht legitim!!!

Ich fordere alle selbst ernannten Tierschützer_innen auf:
Lebt vegan! Schliesst Euch einer kapitalismuskritischen Tierbefreiungsbewegung an!

Ich habe meine Lehren daraus gezogen und werde mit den Ärzten gegen Tierversuche nicht mehr zusammen arbeiten. Ich erwarte in der baldigen Stellungnahme eine Entschuldigung für die Vorkommnisse, eine Distanzierung von Wolfgang Apel‘s Politik und der Gewalt „in den eigenen Reihen“.

…und an Wolfgang Apel und seine Schergen:
Weder könnt ihr mich einschüchtern, noch mich ruhigstellen. Wir sind kämpferischer als zuvor, da hilft auch keine Security oder Bullerei.

Für die Befreiung der Tiere,

4Paws